Taktlos-Sommerkonzert

Musikalische Zeit- und Weltreise

Ein Jahr lang hatte das „Ensemble Taktlos“ wieder auf sein Sommerkonzert hingearbeitet.

Beim Konzert zeigten die Hobbymusiker wieder die ganze Bandbreite symphonischer Blasmusik. Unter der Leitung von Judith Beifuß riss gleich das Auftaktstück die Besucher mit – eine fetzige Hommage an den verstorbenen „King of Pop“ Michael Jackson mit seinen größten Hits.

Die Abwechslung, die Vielfalt – das ist ein Markenzeichen der „Taktlos“-Konzerte. Denn zunächst steht nicht ein bestimmtes Programm im Mittelpunkt, sondern immer die Freude am gemeinsamen Musikmachen, auch wenn etliche erst in späten Jahren ihr Instrument erlernt haben oder länger pausiert hatten. Umso bemerkenswerter, welches Niveau die Bläser bei ihrem Konzert erneut hingelegt haben, garniert diesmal gleich durch zwei Schmankerl von Mezzosopran Judith Beifuß als ProfiSängerin: Unter großem Applaus zauberte sie Puccinis „O Mio Babbino Caro“ und das Largo aus der Händel-Oper „Xerxes“ in die Kirche. Das Orchester wird bei diesen Gesangstücken von Co-Dirigent Michael Hümpfner, Leiter des Jugendblasorchesters des MVE, geführt.

So war auch dieses Sommerkonzert eine musikalische Welt- und eine Zeitreise, mit der fulminant gesetzten Filmmusik von „Star Wars“. Hier die mächtigen, satten und teils dramatischen Klänge – dort die zarten, melodiösen Bögen einer Liebeserklärung von Elvis Presley („Can’t Help Falling in Love“).

Das Publikum wurde von einem Marschstück, das als spanischer Paso Doble daherkam, überrascht. Als weitere Filmmusik hatte Judith Beifuß „My Name Is Nobody“ ins Programm aufgenommen, und den prächtigen Schlusspunkt setzte das Orchester mit dem anspruchsvollen und mächtigen symphonischen Stück „Finlandia“ des finnischen Komponisten Jean Sibelius, das auch als heimliche Nationalhymne Finnlands gilt.

Als Dank gab es lang anhaltenden Applaus der begeisterten Zuhörer, die sich mit „Let’s Groove“ und der Wiederholung eines Gesangsstückes zwei Zugaben erklatschten. Bewährt hat sich das Konzept, sich mit dem Sommerkonzert in das Pfarrfest einzuklinken.

Nicht nur der Applaus für das Konzert fiel üppig aus, auch die Spendenkörbchen an den Ausgängen wurden von den Besuchern großzügig bestückt. So kann das Orchester wieder eine schöne Summe für einen guten Zweck spenden – diesmal zur Unterstützung von Flüchtlingsfamilien in den Estenfelder Unterkünften und für die Jugendarbeit des Musikvereins.

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